Multiplikatoren – warum sie so wichtig für kikambalacare sind und weshalb sie sich einsetzen mit Eva Hajek

Wir freuen uns, ein weiteres Interview mit einem unserer Gründungsmitglieder präsentieren zu können, die entsprechend zu den Multiplikatoren von kikambalacare gehört. Eva Hajek hat Sarah Arning erzählt, warum sie ohne Zögern den Verein mitgegründet hat, warum sie es richtig und wichtig findet, in dem ostafrikanischen Dorf Kikambala zu helfen und was sie an unserem Konzept überzeugt.

Hallo Eva, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst. Erzähl uns doch ein wenig über Dich und schildere uns bitte, wie Du auf kikambalacare aufmerksam geworden bist.

Ich bin Eva, 30 Jahre alt, bin verheiratet und habe eine knapp zwei Jahre alte Tochter und einen kleinen Hund. „Aufmerksam geworden“ kann man in meinem Fall nicht sagen, da ich schon bei der feierlichen Gründung dabei war. Seitdem wir beiden uns kennen, gehören deine spannenden Eindrücke und Erzählungen über das Leben in Kikambala/Kenia zu unserer Freundschaft dazu. Deine Pläne zur Vereinsgründung haben mich daher nicht überrascht und ich bin gerne mit eingestiegen.

Warum findest du die Arbeit von kikambalacare überzeugend und was findest du besonders unterstützenswert?

Überzeugend finde ich die Persönlichkeit die der Verein mitbringt, die er natürlich besonders durch dich und dein riesiges Engagement in Kikambala erfährt. Du gibst dir die größte Mühe uns am Leben dort teilhaben zu lassen und den Mitgliedern und allen Interessierten lebensnahe Eindrücke vom Alltag dort zu vermitteln. Durch deine vielen persönlichen Kontakte die du nach Kenia pflegst, sehen wir relativ konkret welche Herausforderungen es dort gibt und welche davon wir als Verein realistisch in Angriff nehmen können, wie z.B. ganz aktuell den Bau einer Toilette für Juma Kalu und ihre Familie. Dabei verlassen wir nie unser langfristiges Ziel aus den Augen, nachhaltige Perspektiven für die Menschen aus Kikambala zu schaffen.

Bist du schon mal in Afrika gewesen?

Nein, leider nicht. Aber je öfter ich Bilder von Videos von diesem vielfältigen und schönen Kontinent sehe, desto größer wird das Fernweh.

Siehst du in irgendeiner Form eine gewisse Verantwortung zu helfen?

Es als „Verantwortung zu helfen“ zu formulieren finde ich schwierig. Jeder Mensch muss für sich selbst herausfinden und bestimmen was für ihn wichtig ist und persönlich, monetär und emotional leistbar ist. Den Blick bewusst auf andere Menschen zu richten und sich über Hilfsbedürftigkeit Gedanken zu machen, bringt gleichzeitig auch immer den Blick auf sich selbst und die eigenen Lebensbedingungen mit sich. Da sind die Blickwinkel sehr individuell und es geht auch jeder anders damit um. Ich denke niemand muss helfen, aber im Rahmen seiner Möglichkeiten anderen zu einem lebenswerten Leben zu verhelfen ist wichtig und richtig.

Mit deiner Hilfe unterstützt du ein kleines Dorf in Kenia, warum Kenia und nicht ein anderes Land?

Das ist wohl tatsächlich eher Zufall als eine bewusst Entscheidung für Kenia. Durch deine familiäre Vorgeschichte in Kikambala und die Verbundenheit zu Kenia war diese Entscheidung ja quasi schon getroffen als wir den Verein gegründet haben. Davon abgesehen habe ich auch lange Zeit hier in Deutschland Flüchtlingshilfe geleistet und spende durchaus auch an andere Organisationen die wichtige Projekte leiten. Man kann als einzelne Person ja leider nicht überall helfen.

Du hast Dich auch mit den 360 Grad Videos beschäftigt, die wir in Kenia aufgenommen haben. Wie war das für dich?

Spannend und informativ zugleich. Direkte und ungefilterte Eindrücke, egal ob es die wunderschöne Landschaft ist, die lachenden Kinder oder die überwältigenden Lebensumstände die teilweise bedrückend sind. Es ist ein sehr lebendiges Treiben, einfach ganz anders als bei uns.

Was sagst du Menschen denen du kikambalacare empfiehlst?

Dass wir ein kleiner Verein sind, der versucht mit den zur Verfügung stehenden Mitteln möglichst viel zu bewirken, ohne dass dabei dicke Gehälter fließen oder Unmengen an Geld in der Verwaltung oder Werbung verpulvert wird.
Die Spenden die wir sammeln kommen nicht nur bei den Menschen an, sondern wir zeigen auch ganz konkret wo die Gelder hinfließen. Sei es der Bau einer Toilette oder die Finanzierung von Schulgeldern. Wir zeigen auch dass es nicht einfach irgendwelche Menschen in Afrika sind, sondern stellen gerade die betroffenen Personen vor, damit man einen Bezug bekommt für wen man spendet.
Und wenn dann wieder eine Patenschaft vermittelt wurde und wir ein Foto von glücklichen Menschen posten können, ist das einfach nur schön.

Eva Hajek war mit von der Partie, als im Februar vor zwei Jahren acht junge Menschen zusammentrafen, um kikambalacare zu gründen. Die junge Mutter ist Vorstandsmitglied und überzeugt von dem Konzept hinter dem Verein.

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