Informationen zu Patenschaften

Hier erläutern wir Ihnen auf welche Art und Weise kikambalacare Patenschaften für benachteiligte Kinder in Kenia vermittelt und möchten damit die Transparenz der Arbeit unseres Vereins besonders hinsichtlich Patenschaften erhöhen. Für Fragen stehen wir Ihnen darüber hinaus jederzeit zur Verfügung!

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Die Patenschaften, die über kikambalacare vermittelt werden, entstehen auf Empfehlung von William Kahindi Muganga, der in Kikambala das Rescue Center leitet. Das Rescue Center ist eine Anlaufstelle für Kinder, die akut eine Betreuung und Unterkunft benötigen und wird von der niederländischen Stiftung Kenya Child Care finanziert.

Im Rescue Center kommen vorrangig Kinder unter, die unter Mißhandlung und sexuellem Mißbrauch leiden, der häufig innerhalb der Familie stattfindet. Besucht man das Rescue Center in Kikambala, sind dort meist junge Mütter im Alter zwischen 11 und 16 Jahren, deren Babies aus ungewolltem Geschlechtsverkehr mit dem eigenen Vater, Bruder oder Onkel resultieren. Aber auch Kinder, deren Verwandte verstorben sind finden im Rescue Center Zuflucht und werden von dort aus in umliegende Kinderheime vermittelt. Das Team des Rescue Centers nimmt sich darüber hinaus auch den Neugeborenen an, die ausgesetzt werden. In Kenia gibt es keine Möglichkeit, sein Baby abzugeben – ein Pendant zu der uns bekannten Babyklappe existiert nicht. Gleichzeitig ist Verhütung nicht weit verbreitet. Zusätzlich ist das Aussetzen eines Kindes strafbar, so dass sich überforderte junge Mütter nicht trauen, ein neugeborenes Baby dem Rescue Center oder einer Kirche zu übergeben. An Heiligabend des Jahres 2018 wurde William Kahindi Mganga von der Polizei gerufen, sie fanden ein Neugeborenes im Gebüsch an einer Hauptstraße, was in einer Blutlache lag und offensichtlich gerade erst geboren war. Das Kind wurde ins Kikambala Rescue Center gebracht, dort versorgt und ärztlich untersucht.

Neben seiner Arbeit im Kikambala Rescue Center ist William Kahindi Mganga Leiter des Kilifi Child Protection Programmes. Kilifi ist das County, in dem das Dorf Kikambala liegt und Herr Mganga setzt sich im Rahmen der Organisation gegen sexuellen Mißbrauch bei Kindern ein, der an der Küste Kenias leider weit verbreitet ist. Im Jahr 2018 war William Kahindi Mganga hauptverantwortlich dafür, dass ein britischer Urlauber in seiner Heimat wegen Kindesmißbrauch zu einer Gefängnisstrafe von 18 Jahren und sechs Monaten verurteilt wurde. Die Hintergründe dazu kann man auf der Webseite der BBC nachlesen.

Durch seine Arbeit kommt William Kahindi Mganga immer wieder in Kontakt mit Kindern, die besonders begabt sind und versucht dafür, Sponsoren zu finden. In Kenia ist der Besuch von Grundschulen seit 2002 zwar kostenlos, aber staatliche Bildungseinrichtungen sind sehr schlecht ausgestattet und schneiden im regionalen wie globalen Vergleich extrem schlecht ab. Nach Angaben der kenianischen Regierung unterrichtete im Jahr 2015 eine Lehrkraft 42 Schülerinnen und Schüler auf den Primar- und Sekundarschulen des Landes.

Sobald kikambalacare eine Empfehlung von Herrn Mganga für eine Patenschaft erhält, versuchen wir entsprechende Sponsoren zu finden. Die Schulgelder variieren je nach Schulform und es fallen zusätzlich kleinere Beträge für Schuluniform, Lehrmittel und ein kleines Taschengeld an. In den meisten Fällen werden die Kinder in einer „Boarding School“ untergebracht, dem kenianischen Pendant zum Internat. Somit ist Verpflegung und Unterkunft inklusive, bei weitem sind die Kosten dafür aber nicht mit Internatskosten hierzulande zu vergleichen. Die niedrigsten Gebühren lagen in den letzten Jahren bei rund 150 Euro im Jahr für ein Kind!

Die Unterbringung in einem Internat hat verschiedene Vorteile: Waisenkinder bekommen dadurch gleichzeitig eine Unterkunft und Kinder, die keine Waisen sind aber aus sehr armen Verhältnissen stammen erhalten die Chance, sich vollends auf die Ausbildung zu konzentrieren. In Kenia ist es üblich, dass auch jüngere Kinder daheim in die Pflicht genommen werden, zum Beispiel als Aufpasser für die kleineren Geschwister. Durch eine Unterbringung auf einer „Boarding School“ kann dies umgangen werden.

Wir hoffen, Ihnen alle notwendigen Fragen zu den von uns vermittelten Patenschaften beantwortet zu haben, falls Fragen offen geblieben sind, zögern Sie nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Es hat für uns bei kikambalacare höchste Priorität, unsere Arbeit so transparent wie möglich zu dokumentieren und wir sind für jeden Hinweis dankbar!

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